Praxis für Hypnose und Gestalttherapie
Margareta Laqué

So beginnen oft die Geschichten der Menschen die zu mir kommen (Namen geändert):

Ulrich W. 56 J. (Angst)

Plötzlich kam der Punkt, ab dem war alles anders. Ich stand da und hatte den Eindruck um mich herum läuft die Welt weiter und ich bin nur noch Zuschauer. Völlig denk- und handlungsunfähig bin ich mir vorgekommen. Ich konnte nichts mehr tun außer es geschehen zu lassen. Mein Herz fing an wie wild zu schlagen, der Schweiß stand mir auf der Stirn, der Mund wurde ganz trocken und ich hatte das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. Alles um mich herum drehte sich. Was soll ich nur tun - am besten einfach nur weg - rausch - schnell fort von hier - egal was Hauptsache es hört endlich auf und alles ist wieder normal. Doch das dauerte ewig. Nun ist mir das schon mehrmals passiert. Das ist unerträglich. Was die anderen wohl von mir denken. Dass gerade mir so etwas passieren muss - mir - der doch voll im Leben steht. Ich kann mir all das gar nicht erklären. Das kann und darf nicht sein. Ich will mein Leben wieder in die eigene Hand nehmen. Es muss etwas passieren. So kann es nicht weitergehen.


Barbara K. 43 J.  (Depression)

Seit Wochen schon komme ich gar nicht mehr so richtig zu "Potte". Die Nacht ist eine Tortur. Mal liege ich wach bis spät in die Nacht hinein und grübele, ein anderes Mal schlafe ich zwar ein, wache aber bereits um 2 Uhr wieder auf und die Nacht ist vorbei. Ich werde immer gereizter, bin innerlich total unruhig und nur müde ... total schlapp und richtig leer. Alles fällt mir nur noch schwer, selbst kleinere Hausarbeiten bringen mich schon zur Verzweiflung. 

Ständig habe ich etwas anderes. Wenn bloß diese Übelkeit nicht wäre, Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab... Doch das ist noch lange nicht alles. Diese Schmerzen- überall: dumpf, pochend, manchmal stechend. Ich kann sie gar nicht definieren. Hausarzt, Internist und Orthopäde sagen ich sei organisch völlig gesund. Nun will mich der Hausarzt sogar zum Psychiater schicken. Ich bin doch nicht verrückt....(Nein, das Leben ist verrückt, im Sinne von dort, wo es gerade nicht hin gehört. 


Julia M. 32 J. (Raucherin)

Zig mal schon habe ich versucht mit dem Rauchen aufzuhören. Nie hat es dauerhaft geklappt. Manchmal kann ich mich ja selbst nicht mehr riechen und dann noch der schlechte Geschmack im Mund. Geschweige denn das Gefühl ausgegrenzt zu sein.... Wenn ich nur schon an die Pseudo-Bushaltestellen auf dem Betriebsgelände denke - als würden wir darauf warten, dass uns jemand abholt. Obwohl, so falsch ist das vielleicht gar nicht - vielleicht warte ich ja tatsächlich darauf, dass mich jemand abholt mit dem es leichter ist mit dem Rauchen aufzuhören. Jetzt hat sich unser Nachwuchs angekündigt. Ich muss es jetzt einfach schaffen, es ist absolut an der Zeit. Wenn bloß diese schlechte Laune nicht wäre. Und als Belohnung für meine Mühe habe ich dann auch nach einigen Tagen schon 2 Kilo mehr auf der Wage. Zudem fühle ich mich dann auch immer schlechter, ruhelos, nervös und unzufrieden laufe ich durch die Gegend auf der Suche nach ..... 


Klaus D. 38 J. (Adipositas)

Gefühlt schon hundert Diäten habe ich bereits hinter mir. Doch keine hat mich wirklich an mein Ziel gebracht. 

Es ist aber auch einfach nur schwer nach so einem langen Tag - Stress auf der Arbeit - Probleme mit Partner-Kindern .... da will ich, dass einfach nur noch alles von mir abprallt, mich die Gedanken vom Tag nicht mehr so belasten, mich entspannen, abschalten, zur Ruhe kommen. Der Kampf mit der Kalorientabelle bringt mich noch um. Schon nach nur wenigen Diättagen holt mich der Heißhunger ein und die Kalorienfalle schnappt so richtig zu. Dann sitze ich am Abend da - in meinen vier Wänden und mache mir Vorwürfen: Hättest Du doch mal ... nichts Süßes gegessen ... Dich noch mehr bewegt ... Schon wieder bin ich schwach geworden... Wo bleibt denn da die Lebensfreude? Und dabei will ich ja gar keine Modell-Figur. Ich möchte mich doch einfach nur wieder gut fühlen, keine schiefen Blicke mehr erleben, akzeptiert werden. Ab und an kann ich die Verachtung anderer förmlich spüren.